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Nur Mut! – Eignungstest Fels/Eis für die Ausbildung zum Bergführer

„Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ Henry Ford

-An dieser Stelle möchte ich mich zuerst bei dir vorstellen-

Ich heiße Chris Färber, bin 30 Jahre alt, wurde in Ansbach geboren und bin in einem kleinen Dorf nahe Ansbach aufgewachsen. Aktuell studiere ich Humanmedizin in Würzburg. Schon in der Schulzeit konnte ich mich auf Andi und Thomas verlassen, sodass sie uns tatkräftig beim Aufbau einer Schulmannschaft „Klettern“ in Neuendettelsau unterstützt haben.

-Wie kommt man dazu die Ausbildung zum staatlich anerkannten Berg- und Skiführer machen zu wollen?-

Ehrlich gesagt kann ich den Zeitpunkt nicht genau definieren. Als Kind und später als Heranwachsender wollte ich einfach raus, raus in die Extreme, in die Vertikale, in das Ungewisse, raus in die unfassbar schöne Welt der Berge. Ich kann nicht mal sagen, dass man sich sehr frei fühlt, da viele andere Probleme, die man im Alltag nicht hat, auf einmal zur existentiellen Bedrohung werden. Aber die Themen des Alltags verschwimmen völlig, werden vergessen und relativieren sich. Irgendwann habe ich für mich festgestellt, dass ich mehr will. Ich will professionell und bestens ausgebildet, anderen Menschen, denen es sonst nicht möglich wäre, Touren solcher Art zu machen, dabei helfen die gleichen magischen Momente in den Bergen erleben zu können. Dabei möchte ich für meine Gäste das höchste Maß an Sicherheit bieten und ihnen unvergessliche Momente in den Bergen bescheren.

Beim kindlichen Training wurde ich von meinem Bruder stets unterstützt 😊Möglicherweise war das der Zeitpunkt, an dem alles begann.

-Ein langer Weg-

Alles fängt damit an, dass man jahrelang viele viele Touren in Fels und Eis sammelt. Mit diesem Tourenbericht, der mind. 3 Jahr alt sein soll, bewirbt man sich, um anschließend die 3 Eignungsfeststellungsprüfungen Fels/Eis, Ski und Steileisklettern absolvieren zu können. Erst dann darf man mit der eigentlichen Ausbildung anfangen.

Ganz im Ernst –  bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich den Mut hatte, meinen Tourenbericht einzureichen. Mit den Touren kommt die Reife und irgendwann solltest du dich einfach trauen! Man kann nur gewinnen. Wenn du es nicht schaffst, verbietet dir niemand im Anschluss eine wundervolle Zeit in den Bergen zu verbringen.

Für meinen Teil muss ich aber sagen, wenn ich damit anfange, will ich es auch abschließen und schaffen. D.h. üben, üben und üben. In dieser recht intensiven Zeit konnte ich mich auf die Jungs und Mädels vom Mountain Sports bestens verlassen. Selbst wenn ich gefühlte 3 Stunden gebraucht habe, bis ich mich für die Stöcke von Leki (Micro Vario Carbon) entschieden habe. Tobi weiß das 😊

Zur Vorbereitung für den Eignungstest Fels/Eis sollte man viel Klettern. Der Geiselstein besticht schon früh im Jahr mit besten Bedingungen. Ideal wenn der Eignungstest schon im Juni ist.

Zum Alpinklettern braucht man einen soliden Schuh. Ich hatte die letzten Jahre schon viele Kletterschuhe, aber der La Sportiva Otaki überzeugt mich in breiter Linie.

Beste Kantenstabilität, super Grip, auch wenn es wirklich kalt und ungemütlich ist sowie genug Präzision, um kleine Tritte gut wegstehen zu können. Wenn du eine Fußform passend zu La Sportiva hast, ist das wirklich ein hervorragender Schuh. Achtung: Kauf ihn die nicht zu groß, sonst rutscht deine Ferse leicht raus.

Neben viel Kletterei ist es gut, einige Hochtouren zu machen. Die Anfahrt aus Ansbach zur Rubihorn Nordwand hält sich in Grenzen- belohnt wird man mit einer sehr schönen Tour. Unter allen Eisgeräten für Firnwände und klassische Nordwände taugt mir das Quark von Petzl am meisten. Ein super Allrounder!

Das wichtigste bei der ganzen Sache ist, nie den Spaß zu verlieren. Man liebt die Berge und die Bewegung im Freien. Das darf man sich nie nehmen lassen! Deshalb gehören Pausen genauso zu einer ordentlichen Tour wie eine gute Tourenplanung.

Ich liebe Montura! Der sportliche Schnitt und eine hochgradige Funktionalität sind einfach der Hammer. Die Spell Jacket kannst du in der Bar, beim Skitourengehen oder beim Alpinklettern anziehen. Ich dachte anfangs der Stoff ist recht dünn und reißt leicht ein, dem ist aber nicht so. Hält überraschend viel aus, selbst bei extrem rauem Fels!

-Der Eignungstest selbst-

Dieses Jahr war der Eignungstest Covid19-bedingt im Garmischer Raum sowie Österreich. Normalerweise ist er in Chamonix.

…Trainiert wie die Wilden, aber bitte eine Woche davor piano!…

Vor der eigentlichen Prüfungswoche ist ein freiwilliger Vorbereitungslehrgang möglich. Er hilft extrem und stimmt dich auf die anstrengende Prüfungswoche ein. Schlussendlich bist du 2 Wochen physisch und psychisch unter Strom und solltest deshalb eine Woche zuvor langsam machen.

Die Prüfungsbedinungen sind hart, aber fair.

Am ersten Tag durften wir die Vertikalzacken-Technik im Eisbruch des Kaunertaler Gletschers demonstrieren. Unersetzlich sind hierbei gute Steigeisen und ein guter Führerpickel. Die Vasak-Steigeisen der Firma Petzl werden sogar noch durch das Abschrauben der Anti-Stollplatten optimiert, um so jeden Millimeter der Zacken noch tiefer in das Eis stoßen zu können. Der Eispickel Summit Evo, ebenfalls von Petzl, hat einen hervorragenden Dorn und selbst auf der vom Schaft abgewandten Seite der Haue einige Zacken, sodass dieser bei der Geländerpickel-Technik super funktioniert.

Ein guter Schuh ist ebenfalls essentiell. Die Bewegungsfreiheit im Sprunggelenk ist von größter Wichtigkeit. Der Ribelle Tech HD der Firma Scarpa eignet sich hierfür meines Erachtens am besten. Funktioniert bei Hochtouren mit viel Gletscherkontakt genauso gut wie bei steilen Klettereien im Urgestein, z.B. an der Grundschartner Nordkante im Zillertal.

Am zweiten Tage durften wir einen Konditionsberglauf absolvieren mit anschließendem Klettern mit Bergschuhen, sowie einem Steigeisenparkour im Felsgelände. Um möglichst präzise und ohne Kratzen antreten zu können, habe ich die Lynx von Petzl verwendet. Ein sensationelles Steigeisen, da man es modular aufbauen kann, je nachdem was die Tour von mir fordert. Wenn du ein Steigeisen suchst, was du ausschließlich zum Steileisklettern verwenden willst, dann ist das Dart vielleicht ein bisschen besser, da es leichter ist. Dennoch legt es nicht so viel Stabilität an den Tag wie das Lynx, bspw. im Mixed-Gelände.

Die darauffolgenden 4 Tage waren die anspruchsvollsten.

Zwei Hochtouren und zwei Alpinklettereien. Am Abend der einen Tour wurde die am nächsten Tag folgende Tour bekannt gegeben, sodass man stets konzentriert die nächste Tour planen musste, während man sich noch über die vergangene Tour gefreut hat. 😊

Ich verwende, außer für klassische Hochtouren oder Skitouren, sehr gerne den Gurt Sitta von Petzl. Er ist sehr leicht und trotzdem bequem genug, um mit ihm eine tolle Zeit in der fränkischen Schweiz beim Sportklettern zu haben. Die vorderen Materialschlaufen sind getrennt, d.h. ihr könnt euer Material noch besser sortieren, was gerade bei Trad-Routen sauwichtig ist. Gleichzeitig hat er Schlaufen, um eure Carritools für die Eisschrauben anzubringen.

-Fazit-

Vor einigen Jahren hätte ich nie geglaubt in naher Zukunft den Eignungstest für den Bergführer zu machen. Jetzt steh ich hier, habe alle Bereiche des Eignungstests Fels/Eis bestanden und freue mich mächtig auf den kommenden Winter und neue Herausforderungen.

Ich hoffe sehr in ein paar Monaten einen ähnlich positiven Bericht liefern zu dürfen.

Ich bin sehr dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, diese Schritte wagen zu können.

An dieser Stelle herzlichen Dank an das Ausbildungsteam des VDBS und meine MitstreiterInnen während der zwei Wochen in Garmisch.

Ich danke besonders meiner Frau Isabelle, meiner Familie und meinen Freunden, die mich stets mit Autos, Verpflegung und vielen mutmachenden Worten unterstützt haben.

Lieber Andi, Thomas und Team des Mountain Sports Ansbach, habt vielen Dank für eure Unterstützung und sehr qualifizierte Beratung in jeglicher Hinsicht – und das schon seit meiner Schulzeit!

Liebe Grüße

Chris

Urdonautalsteig, eine Biwaktour mit Hunden

Gut geplant ist halb gelaufen, also begann ich etwa eine Woche vorher damit zu überlegen, was ich mitnehmen würde und wo ich meine Vorräte auffüllen könnte. Mit zwei Hunden als Begleitung müsste ich sonst ziemlich viel Proviant mitschleppen, vor allem, weil ich mir nicht sicher war, ob ich zwei oder drei Tage unterwegs sein würde. Immerhin wollte ich etwa 80 km und rund 1900 Höhenmeter bewältigen.

Nachdem diese Gegend nicht für ihren Wasserreichtum bekannt ist, habe ich mir vorher angesehen, wo es denn fließendes Wasser in Form von Brunnen, Quellen oder Friedhöfen geben würde und wo ich am zweiten Tag an einem Supermarkt nochmal eine große Extraportion Futter für die beiden Hunde kaufen könnte.

Einige Ausrüstungsgegenstände fehlten mir noch, deswegen war ich ein paar Tage vorher noch bei Mountain Sports, wo ich mich nach der, wie immer, tollen und geduldigen Beratung für ein Paar Schuhe von Scarpa mit passenden Einlegesohlen und eine große Trinkblase von Platypus entschied. Ich war sehr gespannt, was meine Füße zu den nagelneuen, nicht eingelaufenen Schuhen sagen würden auf der langen Strecke. (Spoiler: Sie sagten gar nichts, meine Füße waren quasi begeistert bis zum letzten Meter. Danke dafür!)

Endgültig bepackt war ich dann mit einem für solche Touren recht kleinen Rucksack (30l), an dem Schlafsack und Isomatte (Therm-a-Rest, eine Aufblasbare kommt für mich wegen der Hundekrallen nicht in Frage) baumelten. Regensachen hatte ich keine dabei und auch Stöcke sind bei mir Fehlanzeige, da mir das mit angeleinten Hunden und Stöcken zu umständlich wäre. Meine Hunde tragen auf solchen Touren ein für die Zugarbeit geeignetes Kurzgeschirr, das bei mir an einem Bauchgurt über eine Leine mit Gummizug befestigt wird. So können sie mich bergauf unterstützen und ich habe die Hände frei.

Als Besonderheit habe ich auf dieser Wanderung auch noch mein kleines Solarpanel getestet, das einfach oben auf dem Rucksack befestigt wird, nämlich das Sunnybag Leaf Pro. Zusätzlich hatte ich für nachts oder sehr bedeckten Himmel eine kleine Powerbank dabei. Auch das hat sich gut bewährt und wird mich weiter auf meine nächsten Touren begleiten, bei denen ich nicht sicher bin, ob eine Powerbank ausreichend ist.

Los ging es dann am Bahnhof in Dollnstein, erst unter den Gleisen hindurch und dann schon einen schmalen Trail hinauf aus dem Ort hinaus und entlang von Trockenhängen, die unter anderem mit Wacholderbüschen bewachsen sind. Oben angekommen wird man mit einer tollen Aussicht über Dollnstein und das Urdonautal belohnt.

Dann ging es auch schon wieder steil bergab, wobei ich mit meinem schweren Rucksack und den beiden Hunden, aufpassen musste, dass es nicht schneller hinunter ging, als mir das lieb war.

Der Weg führte mich jetzt nach Wellheim durch den Wald, der hauptsächlich aus Buchen besteht. Auch sehr schön, aber nicht spektakulär, wenn man sowieso schon am Waldrand wohnt. In Wellheim kann man dann die Reste einer Burg bewundern, bevor es durch den Friedhof, auf dem große Holzkreuze statt Grabsteine aufgestellt sind, wieder aufwärts einem Kreuzweg entlang ging.  Oben angekommen geht der Weg an einer Kapelle vorbei zu einem grandiosen Aussichtspunkt, den man unbedingt auf einer Wanderung mit einplanen sollte. Da habe ich dann auch die erste Pause eingelegt, wobei ich die Hunde lieber an der Bank angebunden habe. Die beiden wollen nämlich schon immer genau wissen, ob man die steilen Felsen nicht doch hinunter klettern kann und was denn da so alles geboten ist.

Inzwischen war es doch ganz schön warm geworden aber zum Glück ging es jetzt wieder eine Weile bergab und durch Wälder mit schönen Felsformationen zum Zigeunerloch. Weiter durch Hütting, dann wieder Trockenhängen entlang bis wir den Hüttinger Bach erreichten, an dem die Hunde wieder ausgiebig planschen konnten.

Als nächstes ging es durch das Schuttertal einen Schotterweg entlang, der auch von Radfahrern gern genutzt wird. Ein paar Mal wurde ich hier angesprochen, was ich denn mache und wohin ich möchte, weil ich so einen großen Rucksack dabei habe und einmal gab es sogar ein paar Leckerli für die Hunde, die das natürlich großartig fanden, nur gerne mehr davon gehabt hätten.

Weiter durch einen kleinen Ort, an Äckern, Wiesen und Streuobstwiesen vorbei, eine kleine Pause an einem Marterl gemacht, wieder durch ein Waldgebiet, auf den Finkenberg hinauf, die Aussicht genossen und dann tauchte die Donau auf, an der es ein Stück entspannt entlang ging, bevor ich an einem beeindruckenden Wasserkraftwerk an kam, über den der Weg uns dann führte. 

Leider hatte mein Wandernavi (Komoot und die Handymarke Huawei passen nicht perfekt zusammen, denn Huawai stellt aktuell Aufgrund von Sparmaßnahmen für den Akku Komoot einfach mal die Sprache ab zwischendurch. Man kann da einiges an den Einstellungen ändern, aber manchmal ist Huawei dann doch eigensinniger als erlaubt) dann beschlossen, es möchte jetzt gerade nicht mit mir sprechen, also erstmal falsch abgebogen, mich gewundert, bisschen geflucht, umgedreht und dem richtigen Weg hinauf zur Ruine der Neunburger Burg gefolgt. Das war dann auch schon anstrengend und technisch nicht ganz einfach, weil steil hoch und runter und eng und eben zwei Hunde am Bauchgurt, die fanden, ich könnte mich da jetzt ruhig mal etwas beeilen. Der Weg zur Ruine lohnt sich aber und schnell war ich wieder versöhnt mit meinem Navi, das inzwischen wieder kommunikativ war und den eiligen Hunden.

Dann sollte der letzte Teil des Weges folgen, da ich meine erste Übernachtung am Sandstrand des Silbersees geplant hatte, der schön einsam gelegen ist. Einsam war er dann auch und eigentlich auch sehr schön. Leider haben sich die Stechmücken sehr über mein Erscheinen gefreut, es lag dann doch zu viel Müll für meinen Geschmack dort und nasse sandige Hunde sind auch keine gute Idee im Schlafsack, also bin ich noch ein paar Kilometer weiter gewandert bis zu einem schönen Waldstück, wo ich dann mein Tarp zwischen zwei Bäumen gespannt und den Tag nach 33km ausklingen habe lassen. Gute Dienste leistet mir da unterwegs mein kleiner Spirituskocher, mit dem ich schnell eine kleine Menge Wasser für Abendessen, Frühstück und Tee heiß bekomme. Der Vorteil für mich ist, dass man recht einfach an Spiritus kommt, falls man nicht genügend dabei hat.

Morgens um 4 wurde es dann plötzlich laut. Ein Fuchs fand es wohl nicht angebracht, dass ich mit den Hunden da geschlafen habe und bellte uns ziemlich laut und scheinbar empört an. Sogar als meine Hunde knurrten und ich ihn mit meiner Stirnlampe angeleuchtet hatte, stand er nicht weit weg, sah uns an und schimpfte weiter, bis er sich doch irgendwann lustig hüpfend in Richtung des nächsten Ortes davon trollte.

Nun, da ich eh schon wach war, die Vögel begannen zu singen und es wurde langsam hell, konnte ich auch gleich Frühstücken. Also Wasser heiß gemacht, Frühstücksbrei und Tee gekocht, die Hunde mit einer großen Portion Trockenfutter versorgt, alles wieder eingepackt und weiter ging es. Ehrensache ist natürlich auch, dass man beim Biwakieren keinen Müll hinterlässt und alles wieder so aussieht, als ob niemand an der Stelle gewesen wäre.

So stapfte ich weiter über die Kaiserburgruine (wobei hier nicht viel von einer Burg zu sehen ist) durch ein Waldstück von dem aus man immer mal einen Blick auf die Donau erhaschen kann. Bei Bertoldsheim führt der Urdonautalsteig dann erst wieder an der Donau entlang und dann über eine Staufstufe auf die andere Seite der Donau. Schön anzusehen sind auch die Wasserterrassen dort, in denen die Hunde wieder ein Fußbad nehmen und trinken konnten.

Hier habe ich den Weg etwas abgewandelt, weil ich in Rennertshofen den Supermarktbesuch eingeplant hatte. Unter den neugierigen Blicken der anderen Einkaufenden deckte ich mich mit Wasser und einer großen Portion Hühnchen ein, die dann begeistert von meinen Hunden gleich Vorort verputzt wurde. Aber gut, vermutlich sind hier auch nicht täglich etwas verlottert aussehende Frauen mit großen Rucksäcken unterwegs, die ihren Hunden einfach eine Packung Huhn aus der Kühltruhe vor die Nase stellen.  Frisch gestärkt und mit wieder gefüllter Trinkblase ging es dann weiter.

Das Wetter an Tag 2 war kühler, ein paar Mal hat es etwas geregnet und die Kilometer schienen fast von selbst immer mehr zu werden. Das nächste Highlight waren dann die Weinberghöhlen im gleichnamigen Naturschutzgebiet. Hier gibt es neben den Hängen mit Wacholderbüschen und den Höhlen auch besondere Pflanzen und Tiere zu bestaunen. In die Höhlen selbst kommt man aber nicht hinein, die sind zum Schutz der Fledermäuse und wegen Steinschlaggefahr verschlossen worden.

Anschließend führt der Wanderweg auf altbekannten Pfaden wieder vorbei am Zigeunerloch und durch Wellheim. Da bog ich dann aber so ab, dass es weiter nach Konstein ging. Vorbei an Kletterfelsen, an denen auch einige Leute ihr Glück versuchten.  Weil es auf der Karte so hübsch aussah, hatte ich die Idee, ich könnte da dann doch den Weg über den Bergwanderweg gehen, anstatt den normalen Wanderweg unten an den Felsen entlang zu nehmen. Eine ganze Weile lang war es auch hübsch, aber dann wurde es immer steiler hoch und runter und man musste auch einige Felsen kletternd bewältigen. Weil ich wenig Lust hatte, mich von den Hunden mitreißen zu lassen, die da immer noch bester Laune fröhlich rennend hoch und runter hopsend unterwegs waren, leinte ich die beiden kurzerhand ein Stück ab und kletterte nicht besonders elegant hinterher. Leider war es dann irgendwann bergab wirklich zu gefährlich für die Hunde, die dann doch nicht über die Ausstattung einer Gämse besitzen und ich keine Lust hatte, die da jetzt in ihren Geschirren die Felsen hinab abzuseilen, also dreht ich kurzerhand wieder um und ging dann nach einem kleinen Stück zurück doch lieber hinunter und den sicheren Weg unten entlang nach Dollnstein zurück.

Auf dem letzten Stück gab es nochmal einen See mit Schwanenpaar und ihren Babies zu sehen, die uns genau im Auge behielten. Ratzfatz waren dann auch schon die restlichen 47km gelaufen und wir kamen zufrieden wieder am Auto an.

Profil
Max

Name: Wiebke
Alter: 47
Beschäftigung: Elektronikerin
Hobbys: meine Hunde, Trailrunning, Dogtrekking

Anti-Stinkeschuhe

Deine Kletterschuhe stinken zum Himmel?! Was tun?

Alle Kletterer*innen und Boulderer*innen kennen das Problem – der einzigartige Duft, den deine Kletterschuhe nach einiger Zeit entwickeln ist kaum noch auszuhalten, und anders als in der Tierwelt wirkt er auch nicht attraktiv auf das andere Geschlecht. 😉

Aber warum stinken die Schuhe überhaupt so schlimm? Naja, also eigentlich ist das ganz einfach. Die meisten von euch ziehen ihre Schuhe in der Regel barfuß an, durch den Schweiß entsteht ein feuchtes Klima im Schuh die eingeschränkte Atmungsaktivität und die Dunkelheit im Schuh bieten Bakterien daher eine tolle Wohnfläche was dann wiederum diesen penetranten Geruch nach sich zieht.

Hier sind einige Tipps wie du gegen die eben erwähnte besondere Duftnote vorgehen kannst:

Vorbeugen:

  1. Lass deine Schuhe nach dem Gebrauch gut trocknen, am besten an der Luft. Wenn du sie luftdicht im Rucksack lagerst bietet das den Bakterien noch mehr Angriffsfläche
  2. Wasche deine Füße vor und nach dem Bouldern oder Klettern
  3. Zieh deine Schuhe zwischen den Routen aus, damit können sowohl deine Füße als auch deine Schuhe wieder atmen und trocknen

Wie bekomme ich den Geruch in den Griff und wie reinige ich meine Schuhe?

Also zunächst der wichtige Hinweis: die Schuhe bitte nicht in der Waschmaschine waschen dadurch kann der Kleber, der die Sole am Schuh hält, angegriffen werden außerdem ist das Leder danach nicht mehr so geschmeidig.

Am besten putzt ihr die Schuhe einfach mit einem Eimer einer Bürste und etwas Wasser mit einem kleinen Schuss Spülmittel. Ich persönlich bevorzuge es die Schuhe nur von außen vom Dreck zu befreien, dadurch bleibt der Schuh innen trocken und das Leder bleibt geschmeidig. Wenn deine Schuhe sehr stark riechen kannst du sie aber auch von innen mit der Bürste putzen

Lass die Schuhe danach gut trocknen am besten an der frischen Luft aber nicht in direktem Sonnenlicht (wieder wegen dem Kleber).

Im nächsten Schritt wird versucht den Mief der Schuhe mit wohlriechenderen Geruchsnoten zu überdecken, gleichzeitig soll etwas gegen die Bakterien getan werden, dazu brauchst du:

  • Eine Schüssel
  • Teebaumöl (antibakteriell) und evtl. andere Ätherische Öle (Zitrone, Orange etc.)
  • Wodka (antibakteriell)
  • Tücher (entweder alte Lumpen oder Baumwolltücher ich habe Lappen aus Bambusfaßer genommen die sind etwas saugstärker)
  • Eine Sprühflasche (du kannst auch einfach nur das Sprühteil einer anderen Flasche nehmen und in die Schüssel halten)
How to do….
  1. In einer Schüssel vermengst du etwa 50ml Wodka mit 15-20 Tropfen Teebaumöl und wenn je nach persönlichem Belieben noch mit weiteren Ätherischen Ölen
  2. Diese “Mische“ sprühst du dann auf die Lappen deiner Wahl lässt diese kurz trocknen
  3. Dann kannst du sie in deine Schuhe stecken
  4. jedes Mal nach dem Gebrauch der Schuhe kannst du die Lappen natürlich wieder reintun bis sie nicht mehr riechen, dann kannst du sie von neuem mit dem Duft deiner Wahl besprühen
  5. Alternativ zu den „Teebaumöl-Lappen“: Teebeutel oder Beutel mit Kaffeepulver allerdings muss man darauf achten dass der Inhalt nicht im Schuh verloren geht das sorgt dann für Reibung im Schuh.

Fazit: Gebt euern Schuhen die Möglichkeit zu atmen und denkt an gute Fußpflege 🙂

Team_Anne
Anne

Name: Anne
Alter: 26
Beschäftigung: Student
Hobbys: Klettern, Bouldern, CrossFit, Skitouren

Wir sind ZURÜCK!

 

Hallo liebe Kunden,

 

wir melden uns, ab Montag dem 27. April pünktlich um 10Uhr wieder zum persönlichen Dienst in gewohnten Räumen und Atmosphäre am Johann-Sebastian-Bach-Platz 16, zurück.

 

Unsere Öffnungszeiten wie gewohnt:

Montag bis Freitag 10:00h bis 19:00h

Samstag 10:00h bis 16:00h

 

….okay, mit der Atmosphäre müssen wir natürlich etwas zurückrudern. Die Öffnung unseres Ladens funktioniert verständlicherweise nur mit bestimmten Spielregeln, welche für Eure und auch unserer Gesundheit unabdingbar sind…..

 

HINWEISE

 

> Wir haben uns für eine komplette Maskenpflicht in unserem Laden entschieden

• d.h. wir bitten euch eure Masken von zu Hause mit zu bringen und zu tragen

• bei uns wird es wiederverwendbare Masken zu kaufen geben

• Schlauchtücher funktionieren natürlich auch (haben wir auf Lager)

> Bitte haltet die 2m Abstandsregelung ein

 

> Wir können leider keine Hände schütteln

 

…weitere Hygienehinweise sollten zu genüge bekannt sein!!!

 

Wir freuen uns sehr, wieder persönlich für Euch da sein zu dürfen und wollen hier an dieser Stelle für Eure bisherige Unterstützung DANKE sagen. Super, wie Ihr unseren Service trotz der Auflagen und Schwierigkeiten angenommen und genutzt habt.

 

Wir sehen uns Montag in aller Frische….

Eure Mountis freuen sich auf EUCH

#Stay Loyal #Buy-local

Wir sind für EUCH DA…
… auch in dieser derzeit sehr angespannten und für uns Alle ungreifbaren Situation. Auf unseren Service und Leistungen könnt ihr allerdings nach wie vor zählen

Für unsere heimische Wirtschaft:

> Stay Loyal
> Buy Local

So könnt ihr uns erreichen?

Mail: verkauf@mountain-sports.de
Telefon: 0981/ 9538288 (Mo./Mi./Fr. jeweils von 10h-17h)

Face to Face ist euch lieber? Kein Problem, unter der folgenden Handynummer beraten wir euch gerne auf Termin auch per WhatsApp-Videochat

WhatsAppVideo: 0177/ 5168054
(vereinbare deinen Wunschtermin)

Die von euch ausgewählten Produkte versenden wir natürlich kostenfrei. Ihr könnt gemütlich in eurem Zuhause die Sachen inspizieren und anprobieren. Wenn etwas nicht gefallen solte, kein Thema, wir kümmern uns um eure Retoure. Bezahlt wird dann bequem per Rechnung.

Alle Käufe werden auf euerem Kundenkonto gutgeschrieben.


Ihr könnt außerdem weiterhin Gutscheine auf unserer Homepage ganz easy bestellen und an euere Wunschadresse kostenlos verschicken lassen.

Perfektes Geschenk für zukünftige Lieblingsstücke

Das Mountain-Sports Team
freut sich von euch zu hören

Corona-Pandemie

Liebe Kundschaft

Unser Laden wird auf Grund der Corona-Pandemie, ab dem 18.03.2020, vorrübergehend geschlossen!

Natürlich sind wir weiterhin für Euch erreichbar:

– persönlich jeden Montag/Mittwoch/Freitag
   von 10-17Uhr unter Tel. 0981/9538288                          

– jederzeit per Mail info@Mountain-Sports.de

– über www.Mountain-Sports.de  / facebook / instagram

Habt Ihr Bestellungen, Fragen, Wünsche, Probleme, Reklamationen usw….   wir kümmern uns darum
– denn Service ist unsere Stärke!

!AB SOFORT!

Kostenlose Lieferung eurer Bestellungen

Das ganze Mountain-Sports-Team wünscht sich, Euch bald möglichst wieder in unserem Laden begrüßen zu dürfen. Bis dahin….. bleibt gesund!

Achtung Packetdienste!

Alle Pakete bitte bei Haarbaron (Friseuer) abgeben.

Vielen Dank

Lange Einkaufsnacht

Zauberhaftes Ansbach am 07. Dez. 2019

Weihnachten steht vor der Tür und die Glühweinmärkte öffnen ihre Pforden.

Traditionell gibt es wieder eine lange Einkaufsnacht in der Altstadt. Dabei wird die ganze Stadt in einen zauberhaften Schleier aus Licht und Glammer gehüllt. Viele Akteuere und Fabelwesen werden ihre Runden drehen und euch mit tollen Show-Einlagen in eine andere Welt entführen.

Wir sind natürlich auch dabei und werden an diesem Samstag den 07.12.2019 von 10h bis einschl. 23h geöffnet haben. Aktion? Natürlich! Wir geben euch ab einem Einkaufswert von 100,-EUR einen Thermo-Becher im Wert von 25,-EUR GRATIS mit dazu. Mit diesem Becher könnt ihr dann direkt euren Zaubertrank beim Waldkindergarten Ansbach, die uns den ganzen Abend mit ihren Tränken, Gebäck und selbst gemachten Ideen unterstützen werden, auffüllen lassen.

Den Erlös aus dem Zaubertrank und den Bechern spenden wir dann auch gleich noch dem Waldkindergarten für ihre tolle Arbeit.

Also kommt vorbei und lasst euch auf einen zauberhaften Abend ein.

Wir freuen uns auf Euch!

Mutter – Tochter Radtour

 

…von Ansbach nach Passau und zurück

14.08.-27.08.2019

Meine Idee:

Ich schnappe mir meine Tochter, 4 Jahre, mein Fahrrad, Anhänger, Zelt, Schlafsack, Isomatten, Klamotten und wir fahren zusammen von Ansbach nach Passau.

Offen ist, ob ich es körperlich gut schaffe, ob meine Tochter zwei Wochen so viel im Fahrradanhänger sein möchte, ob die vielen Ortswechsel, und das Unterwegs sein stressig oder bereichernd ist.

Meine Vorbereitung bestand darin, die Ausrüstung vorzubereiten und mir im Abstand von ca. 30-40 km Übernachtungsmöglichkeiten, hauptsächlich Campingplätze, auf der Route zu suchen. Zur Vorbereitung gehörte für mich auch, mich von meiner Idee zwar leiten zu lassen, jedoch bei zu großer Anstrengung, oder durch Hinweise meiner Tochter, dass es zu viel für sie ist, bereit zu sein, von meinem Plan abzuweichen.

An Ausrüstung hatte ich dabei:

  • mein nagelneues Zelt von Vaude, Mark L 3P,

vielen Dank für die gute Beratung an Mountain Sports! Es hat mir sehr gute Dienste geleistet, vor allem war ich sehr froh über das schnelle Aufstellen, welches am Hatzenhofener Campingplatz, 3. Nacht, aufgrund der vielen Schnaken Gold wert war

  • 2 Sommerschlafsäcke, einen No-Name und einen Dream Lite von Deuter

wobei mir der Dream Lite ein paar Nächte sogar etwas zu kühl war, hätte ich nicht gedacht, die ersten Tage waren aber auch sehr regnerisch; ansonsten top, gibt es auch bei Mountain Sports

  • 2 Isomatten, Therm-a-Rest,

eine einfache Standardausführung für meine Tochter, eine LuxuryMap, ich liebe sie, sie ist zwar echt ziemlich sperrig, jedoch schlafe ich auf ihr hervorragend, das ist es mir alle Mal wert!

  • Regenverdeck vorne, Original Croozer Kid for 2 und Regenschutz hinten,

von Croozer gibt es nur einen Regenverdeck für vorne, jedoch regnet es grundsätzlich auch hinten in den „Kofferraum“ hinein, hier war ich dann kreativ und schnitt einen guten Regenponcho auf und klemmte ihn an der Oberseite mit dessen Mütze und an der Seite mit dem Originalregenverdeck ein. Es war schon etwas „Gefummel“, jedoch hielt es sehr gut trocken

  • zwei Packtaschen Ortlieb, Back-Roller Classic gefüllt mit
  • Klamotten

hier setzte ich auf Wolle-Seide, Icepeak zum Fahren, kann ich sehr empfehlen, es hätte sogar ein Satz gereicht, da sie durch das Auslüften die zwei Wochen ausgehalten hätten,

Regenklamotten, die Regenjacke von Montura erstand ich auch kurz vorher bei Mountain Sports, ich bin sehr froh, dass ich sie mir gegönnt habe, sie hat mir beste Dienste geleistet, auch nach der Fahrradtour für den Weg zum KiGa, ca. 5 km, ist sie optimal; die Regenhose von Regatta ließ immer wieder mal Feuchtigkeit an den Hosentaschen durch

Teva-Sandalen, das waren meine Fahrradschuhe, ich trug sie auch bei Regen, ich empfand sie als sehr angenehm, für mich war es nicht zu kalt

sonstige Zivilklamotten für mich und meine Tochter

  • Badetüchter, sehr dünne Baumwolltücher, die Wasserpuppe, ein Kinderbuch, Stifte, Notizbuch, Kopflampen, Pflaster, Desinfektionsspray, Fahrradkarten, Handy mit Aufladegerät, Hygieneartikel
  • etwas Gemüse und Obst, Salz, Essig, Öl, eine Edelstahltupper, dicht, kein Plastik, sehr schick, was will man mehr? Taschenmesser, 2 Löffel und 2 Gabeln, 1 Tasse, ca. 3 Liter Wasser

Mit dem Gewicht der Packtaschen, des Anhängers, der kompletten Ausrüstung und meiner Tochter kam ich auf ca. 60 kg, die ich zwei Wochen zog. Vielen Dank an meine Oberschenkel!

Meine Route:

  • Tag 1: Ansbach – Wassertrüdingen, Flussschwimmbad Wörnitz; 47 km
  • Tag 2: Wassertrüdingen – Wemding, Waldseecamping; 29 km
  • Tag 3: Wemding – Hatzenhofen, Campingplatz; 56 km
  • Tag 4: Hatzenhofen – Oberhaunstadt, Ingolstadt; 25 km und 21 km mit dem Zug
  • Tag 5: Ausruhtag am Auwaldsee; 13 km
  • Tag 6: Oberhaunstadt – Gadham, Landshut; hier: Ingolstadt – Moosburg; 59 km mit dem Zug, dann 54 km Fahrradfahren
  • Tag 7: Ausruhtag
  • Tag 8: Gadham – Mammingerschwaigen, Seehaus; 32 km
  • Tag 9: Mammingerschwaigen – Deggendorf, Fischerdorf; 50 km
  • Tag 10: Deggendorf – Vilshofen
  • Tag 11: Ausruhtag, Wildparkausflug; 8 km
  • Tag 12: Vilshofen – Passau, Salzweg 33 km
  • Tag 13: Ausruhtag, Schifffahrt
  • Tag 14: Heimreise nach Ansbach 9 km mit dem Rad, Rest mit dem Zug

Gesamt waren es somit 406,3 km mit dem Rad, die reine Fahrtzeit betrug 30 ¾ Stunden, es gab nur einen platten Reifen.

Gewisse Highlights, Besonderheiten, Resümee:

Strecke:

Meine Planung zu Beginn umfasste die ersten 9 Tage, dies aus dem Grund, da ich nicht wusste, wie schnell und wie weit wir vorankommen. Dies hat sich als richtig herausgestellt, die anderen weiteren Campingplätze fanden sich gut per Internet. Ich hatte mir zwei Fahrradkarten gekauft und fuhr oft nach diesen, am angenehmsten war es jedoch, als ich an der Isar und an der Donau, den Schildern des Radweges folgen konnte. Google Maps übers Handy war fast immer eine Katastrophe, da es uns oft über Schotter- und Waldwege führte.

Die Strecke allgemein war „über Land“ teilweise auch hügelig, wenn es steilere Berge gab und diese geschottert waren, kam ich sehr sehr langsam voran. Einmal schob uns ein beherzter Mann ohne große Worte einfach den Berg mithinauf – vielen Dank dafür! – ohne ihn hätte ich hier schieben müssen. An zwei Steigungen, nach Gadham und nach Salzweg hoch, kann ich mich sehr gut erinnern, denn hier musste ich all meine Kraft einsetzen, wir fuhren mit einer Geschwindigkeit von 4 km/h. Und dies über einige 100 Meter. Dies waren die körperlich anstrengendsten Momente, nach welchen ich mich, am Ziel angekommen, fast übergeben musste. Das Glück und der Stolz, es geschafft zu haben, überwog jedoch allemal.

Verpflegung:

Wir verpflegten uns jeden Tag einmal mit Eis oder Kuchen, ansonsten suchten wir wenn möglich einen Bioladen und kauften uns hier Obst und Gemüse. Wir aßen sehr viel Rohkost, bei unseren Stopps bei meinem Bruder und den Freundinnen bekamen wir auch leckere warme Mahlzeiten.

Unterkünfte:

Wir verbrachten insgesamt 6 Nächte unter Dach, zwei in Ingolstadt bei meinem Bruder, zwei bei einer Freundin in Gadham und die letzten zwei am Ziel in Salzweg. Die anderen Nächte schliefen wir auf Campingplätzen. Diese waren sehr unterschiedlich schön und groß, wir kamen überall gut zu Recht damit. Am schönsten war es am Seehaus in Mamming und in Vilshofen für uns. Es waren nette Betreiber, die sehr auf ihren Campingplatz achten, ebenso war die Stimmung angenehm.

Begegnungen:

Es gab viele schöne Begegnungen, Menschen die uns halfen, so zum Beispiel beim Reifen flicken, beim Handyaufladen, beim Wegfinden. Zwei Männer begleiteten uns sogar ein Stück beim Radfahren. Viele Menschen waren interessiert, was wir denn da machen. Wie, einfach mit dem Fahrrad in den Urlaub fahren? Ohne E-Bike? Ohne Mann? Im Zelt schlafen? Hatten wir keine Angst davor? Ja, einige die wir trafen, waren auch sehr besorgt. Meine Tochter fragte mich aufgrund der Reaktionen, ob wir überhaupt mit dem Fahrrad in den Urlaub fahren dürfen. Diese Angst vor dem Unbekannten steckt in Manchen ganz schön fest. Insgesamt war es aber unglaublich schön, so viel Hilfe und nette Gespräche erleben zu dürfen.

Meine Tochter und ich:

Ich schrieb in mein Notizbuch stets den Tag aus Sicht meiner Tochter, so gut ich das für sie konnte, und den Tag aus meiner Sicht.

Meine Tochter beobachtete ich während der Fahrtzeit in ihrem Anhänger als extrem ausgeglichen und zufrieden. Sie sang, spielte mit ihrer Puppe und den später dazu geschenkten kleinen Ponnys, mit Blüten vom Wegesrand etc. oder schlief eine Runde. Nach einigen Tagen las sie mir „Oh wie schön ist Panama“ sozusagen auswendig vor, da dies das einzige Gute-Nacht-Buch war, welches sie jeden Abend vorgelesen bekam. Das war eines der Highlights der Reise für mich. Immer wieder, an Strecken zwischen Feldern oder an Fahrradwegen ein Stück weg von der Straße wollte meine Tochter aus dem Anhänger raus und schob uns ein Stück. Sie merkte anscheinend, dass ihre überschüssige Energie ausgelebt werden wollte. Während der anderen Zeit, der Nicht-Fahr-Zeit, war es ebenso wichtig, dass meine Tochter die Möglichkeit hatte, genau diese Energie auszuleben. Daher waren wir an vielen Spielplätzen und Bademöglichkeiten. Es gab auch einige Meinungsverschiedenheiten, die vielen Orts- und Schlafwechsel, die vielen Eindrücke mussten verdaut werden. Da musste ich als Mutter dann da sein, Grenzen setzen, mich auch mal überreden lassen, auf eine gute Versorgung, was Essen, Spielmöglichkeiten und Ruhe angeht, achten. Interessant war auch, dass sich meine Tochter, sobald sie in einem bekannten Terrain oder bekannte Menschen um sie waren, sich sehr schnell zurückzog, bzw. an die anderen Familienmitglieder/Freunde wandte. Dies war für mich ein Zeichen, dass sie auch immer wieder Mama-freie-Zeit benötigte. Sie war unglaublich kreativ in ihrem Spiel, schlüpfte in viele Rollen, zeigte mir, wann es zu viel war. Wir hatten echt eine tolle Zeit miteinander. Ich konnte meine Tochter viel erleben, was im Alltag immer wieder zu kurz kommt.

Für meinen Teil war die Fahrradtour körperlich optimal. Es war teilweise sehr anstrengend, genau das fand ich gut. Ich mochte das viele draußen sein, die Bewegung, die Eindrücke. Erfahren durfte ich, dass ich die Fahrtzeit gut für mich und meine Gedanken nutzen konnte, da meine Tochter sehr zufrieden im Anhänger saß, das tat gut. Meine Gedanken kreisten um die praktischen Dinge wie Essensbeschaffung, Wegfinden, Übernachtungsplatz finden, etc. Ich bin froh, dass ich für weitere innere Gedanken ebenso Zeit auf der Tour hatte. So lernte ich z.B., dass ich mir gut verzeihen konnte, wenn ich mich mit der Strecke übernommen hatte, falsch fuhr oder zu ungeduldig mit Paula und mir war. In der Geschwindigkeit meiner Tochter und mir unterwegs sein zu können, tat unglaublich gut. Wir hatten jeden Tag ein Ziel vor Augen, konnten uns jedoch zeitlich an unsere Bedürfnisse anpassen. Für mich optimale Bedingungen für einen Urlaub.

 

 

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Nicole
Name: Nicole
Alter: 34
Beschäftigung: selbständige Buchhalterin
Hobbys: Fahrradfahren, Garten werkeln und kochen

Kletterschuhtestevent

Am 26. Oktober findet zum 5.ten Mal unser geliebter Kletterschuh-Testevent in der BoulderHall in Burgoberbach statt.
Diesmal wird es bisschen mehr als Schuhe geben… Infos folgen in den nächsten Wochen….

Wo?

Boulder Hall 
Im Herrmannshof 38 
91595 Burgoberbach 

Wann?

26. Oktober 2019
10:00 bis 22:00 Uhr



42. Altstadtfest Ansbach

…23.06. verkaufsoffener Sonntag und 10 EURO City-Schexs-Aktion…

Am 19. Juni startet wieder das legendäre Altstafest in der Ansbacher Altstadt.Bis einschließlich 23. Juni 2019 kann man fünf ganze Tage das bunte Treiben und die ausgelassene Stimmung in der Stadt genießen. Ein unglaublich vielfältiges und umfangreiches musikalisches Programm sowie kulinarische Spezialitäten aus aller Welt versprechen eine grandiose Unterhaltung. Die reizvolle und einzigartige Kulisse bilden historische Gebäude, malerische Gassen und gemütliche Innenhöfe.

Am Sonntag (13 bis 18Uhr) erhalten alle Einkäufer bei uns im Laden ab einem Warenwert von 100,-EURO einen City-Schexs in Höhe von 10,-EURO gratis* dazu!

*dies gilt nur für den verkaufsoffenen Sonntag 23.06. am Altstadtfest Ansbach. Mit unserem Einkaufsbeleg über einen Wert von mindestens 100,-EUR könnt ihr euren gratis 10,-EUR-City-Schexs im Büro des City-Marketing-Vereins in der Kannenstraße 3 von 13Uhr bis 18Uhr abholen.

 

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